Fähigkeiten erlernen und auffrischen – Wie Du Hürden überwindest

Skills / Fähigkeiten verkümmern, wenn wir sie nicht regelmäßig nutzen. Das liegt daran, dass die neuronalen Netze in unserem Kopf, die beim Erlernen einer neuen Fähigkeit geschaffen werden, vom Gehirn für unbrauchbar erklärt werden, wenn wir sie lange Zeit nicht nutzen.

Das mit den neuronalen Netzen kann man sich vorstellen wie Trampelpfade, die beim häufigen Benutzen einer Fähigkeit allmählich zu Autobahnen ausgebaut werden. Dadurch wirst du sicherer, je häufiger du diese Fähigkeit nutzt.

Das bedeutet also: fang an. Und gestehe Dir dabei auch Fehler zu. Ich habe so häufig mit Dingen angefangen und sie dann wieder abgebrochen, teils, weil ich das Interesse verlor (was okay ist), teils aber auch, weil ich Angst hatte, etwas falsch zu machen.

Wenn aber ein Kind Angst hätte, zu fallen, während es laufen lernt, was würde wohl passieren? Es würde nie laufen lernen. Und diese erlernte Angst müssen wir durchbrechen, um Neues zu erlernen oder Altes wieder aufzufrischen.

Auch das ist wichtig. Zwar kennt jeder von uns den Satz „Fahrrad fahren verlernt man nicht“. Das trifft allerdings nur dann zu, wenn wir diese Fähigkeit bereits sicher beherrschen. Hättest du, noch während du mit Stützrädern Fahrrad fahren übtest, aufgehört zu üben, wären deine neuronalen Netze nicht ausreichend gebildet worden und du müsstest, sobald du dich Jahre später erneut aufs Fahrrad setzt, quasi von vorne anfangen.

Darum mein Rat an dieser Stelle an dich: fang an. Was auch immer Du lernen willst, was auch immer Du verfestigen willst, warte nicht bis morgen und traue Dich, Fehler zu machen oder zu „scheitern“. Wenn du dann im Laufe des Tuns feststellst, dass Du das Interesse verlierst, weil es nichts für Dich ist – super! ♥ Aber schieb es nicht auf. Ich hätte niemals rausgefunden, dass ich fürs Schreiben geboren bin, wenn ich nicht angefangen, wenn ich mich nicht ausprobiert hätte. Und ich hatte eine Menge Angst. Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist, durch die Angst zu gehen. Und zum Erlernen der meisten Fähigkeiten benötigst Du noch nicht einmal (viel) Geld, streiche das also getrost von deinen Ausreden. Du merkst schon, ich werfe heute mit Phrasen um mich aber „Wo ein Wille ist…“. Den Rest kennst Du ja.

Wie immer rate ich Dir, auch dabei liebevoll zu Dir selbst zu sein und Dich nicht unter Druck zu setzen. Also, beginne am besten noch heute und wenn Du Dir selbst im Weg stehst, grüß Dich freundlich und dann geh weiter. Mache ich auch so. Und denk am besten nicht allzu viel über mögliche Hürden nach, die meisten davon existieren nämlich nur in Deinem (und meinem 😉 ) Kopf. Wenn du bemerkst, dass Du Dich selbst zu sehr stresst, machst Du am besten eine Pause. Auch gedanklich. Und wenn Du merkst, dass der Druck weniger ist, machst du weiter.

Wo bist Du mutig? Wo ist die Angst noch zu groß? Welche Fähigkeit wolltest du schon immer mal erlernen? Und was brauchst du, um anfangen zu können? Wenn Du magst, kannst Du mir ja mal schreiben, was Dich derzeit so bewegt.

Herzlichst Dein Sanfter Krieger

Alexander Budwill

Bild: pixabay/ahmedgad (Wird nachgereicht, wenn ich herausgefunden habe, wie ich hier Bilder einfüge, ohne permanente Fehlermeldungen)

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